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Endometriose und Schwangerschaft – schliesst die Krankheit eine Schwangerschaft aus?

03.04.2025

3 min. Lesezeit

Es wird geschätzt, dass bis zu 15 % der menstruierenden Frauen an Endometriose leiden. Sie ist die Ursache für viele Beschwerden. Eine davon kann Unfruchtbarkeit sein, also erfolglose Versuche, ein Kind zu bekommen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass eine Schwangerschaft trotz Endometriose nicht unmöglich ist. Eine schnelle Behandlung ist jedoch notwendig.

Endometriose ist eine Krankheit, die durch das Vorhandensein der Gebärmutterschleimhaut in anderen Organen gekennzeichnet ist – am Gebärmutterhals, in der Vagina, in der Blase oder in der Bauchhöhle (der häufigste Fall). Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Eine Theorie besagt, dass die Krankheit durch sogenannte Retrograde Menstruation verursacht wird. Dabei gelangt die Gebärmutterschleimhaut über den Eileiter hinaus. Endometriose entwickelt sich langsam und kann über viele Jahre hinweg keine Symptome verursachen. Die häufigsten Beschwerden, die auftreten, sind: schmerzhafte Menstruationen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Zyklusstörungen. Viele Frauen suchen erst dann einen Arzt auf, wenn sie keine Schwangerschaft erzielen können.

Endometriose und die Chance auf eine Schwangerschaft

Für viele Frauen, die die Diagnose Endometriose erhalten haben, ist die Frage „Endometriose und Schwangerschaft“ von Bedeutung. Leider ist die Krankheit eine der Ursachen für eine verminderte Fruchtbarkeit. Schwierigkeiten, ein Kind zu bekommen, entstehen durch verschiedene Mechanismen:

  • verminderte Qualität der Eizelle
  • Hormonstörungen (Hormone, die von den Eierstöcken produziert werden)
  • Schwierigkeiten bei der Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter
  • Verwachsungen, Knoten und Zysten

Trotzdem ist eine Schwangerschaft bei Endometriose durchaus möglich. Ihre Erreichung ist nicht einfach und erfordert oft, dass Paare eine Therapie in einer Fertilitätsklinik beginnen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto höher ist die Chance auf ein Kind.

Wie kann man bei Endometriose schwanger werden?

Eine wichtige Frage ist, wie man bei Endometriose schwanger werden kann. Eine Frau, bei der die Krankheit diagnostiziert wurde oder die Schwierigkeiten hat, ein Kind zu bekommen, sollte gemeinsam mit ihrem Partner eine Fertilitätsklinik aufsuchen. Dort wird eine genaue Diagnose gestellt (die Untersuchungen beinhalten auch den Mann). Basierend auf den Ergebnissen wählt der Arzt die optimale Therapieform aus. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Jede Paarbehandlung wird individuell angepasst.
Eine Schwangerschaft bei Endometriose kann mit Hilfe von assistierten Reproduktionstechniken erreicht werden. Paaren wird eine In-vitro-Fertilisation (IVF) vorgeschlagen. Falls die Fortpflanzungszellen von minderer Qualität sind, kann der Arzt die Nutzung einer Samenspende vorschlagen.

Bei einigen Frauen werden Massnahmen ergriffen, die darauf abzielen, eine natürliche Schwangerschaft bei Endometriose zu erreichen. Zu Beginn wird empfohlen, Medikamente zu verwenden, die darauf abzielen, die Symptome zu lindern, und dann eine Ovulationsstimulation vorzunehmen. Es ist wichtig, dass die Frau in dieser Zeit auf sich achtet und ihren Körper durch gesunde Ernährung, körperliche Aktivität, das Aufgeben von schlechten Gewohnheiten und das Erlernen von Stressbewältigungstechniken vorbereitet.

Kann Endometriose eine Schwangerschaft gefährden?

Frauen, bei denen eine Schwangerschaft bei Endometriose auf natürliche Weise oder mit Hilfe von IVF erreicht wurde, sollten sich bewusst sein, dass sie einer höheren Risikogruppe für Komplikationen angehören. Am häufigsten treten folgende Komplikationen auf: Eileiterschwangerschaft, Fehlgeburt, Blutungen oder Frühgeburt. Aus diesem Grund muss die werdende Mutter unter strenger ärztlicher Aufsicht stehen und die Schwangerschaft regelmässig überwacht werden.

Bei vielen Frauen wird eine Linderung der Endometriose während der Schwangerschaft beobachtet. Dies ist auf den Anstieg des Progesteronspiegels und das Ausbleiben der monatlichen Blutung zurückzuführen. Es muss jedoch beachtet werden, dass die Krankheit nicht vollständig verschwindet. Nach der Geburt kehren die Symptome der Endometriose zurück und verstärken sich wieder.

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